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Die Ausgestaltung der Arbeitswelt mit Kunstwerken, deren Stellenwert und Bedeutung in vielen Fällen noch ungesichert ist oder sich seit dem Ankauf verändert hat, ist nichts weniger als ein Angebot an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ricola, sich mit den geistigen Strömungen und Ideen unserer Kultur und deren Dynamik zu befassen.

Sammeln dient der Traditionsbildung. Dies gilt für jede Sammlung, trifft aber für eine Sammlung von Gegenwartskunst besonders zu, weil erst im zeitlichen Rückblick deutlich werden kann, wie der Sammler an der Konstituierung von Gegenwart beteiligt ist. Die Aufgabe einer Sammlung neuer Kunst ist es, ein Bild und einen Begriff dieses Neuen durch die Kombination der Werke zu erzeugen und damit nicht nur den Sammler selbst zu bilden, sondern auch diejenigen, die die Sammlung betrachten, auf diese neue Kunst hinzuführen.

Diese Aufgabe wird nie nur durch das einzelne Werk, sondern erst im Zusammenspiel aller in einer Sammlung sichtbaren Objekte erfüllt. Sammeln braucht deshalb Zeit, bedarf gewisser finanzieller Ressourcen und setzt Spürsinn und ein unbedingtes Interesse an der Sache voraus. Sammeln ist eine kulturelle Tätigkeit im eigentlichen Sinne dieses Begriffes, ein prozessuales Verfahren der Auswahl, das in den meisten Fällen erst allmählich die Kriterien hervorbringt, die man schon am Anfang einer Sammlung vermuten könnte.


Roman Kurzmeyer


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