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Annelies Štrba (geb. 1947), Tschernobyl, 1996,
Farbfotografie hinter Glas, Auflage 6, 125 x 185 cm



Fotografie in der Sammlung Ricola

Seit 1975 sammelt Ricola zeitgenössische Kunst aus der Schweiz. Neben abstrakter Malerei, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen und elektronischer Kunst bilden Werke, die das Medium Fotografie als Technik oder dieses als Grundlage und Ausgangspunkt der künstlerischen Auseinandersetzung verwenden – sogenannte fotorealistische oder fotobasierte Arbeiten - einen weiteren wichtigen Eckpfeiler der Sammlung.
Bemerkenswert ist, dass bereits in den Anfängen der Sammlung Ricola die Fotografie als wichtiger Teil der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Welt verstanden wurde und dies von Anfang an bis heute in ihrer Sammlungstätigkeit berücksichtigt wird. Dies mag für heutige Mitarbeiter, Besucher und Betrachter selbstverständlich erscheinen, war es aber Mitte der 1970er-Jahre keinesfalls. Denn bis in die 1980er-Jahre wurde Fotografie als angewandte Kunst verstanden. Vielen galt die Fotografie und damit der Fotoapparat als reines Dokumentationsmittel, ohne jeglichen künstlerischen Anspruch. In Europa war die Kunstausstellung documenta 6 in Kassel von 1977 ein wichtiger Wendepunkt, die zu grösserer Akzeptanz des fotografischen Mediums in Museen, Ausstellungen und Sammlungen beitrug. Die Möglichkeit der technischen Reproduzierbarkeit von Fotografie, Fotokopie und Film befeuerte seit jeher Fragen zur Konstitution von Autorschaft und Identität, zu Wahrnehmungsmechanismen und hegemonialen Repräsentationsmitteln in der Kunst. [...]

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Kunst aus der Schweiz

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