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Rémy Zaugg (1943-2005)
Lichthof, SCHMILZT / DER SCHNEE / WO BLEIBT / DAS WEISS
(2002/2003, Siebdruck in Lack auf Aluminium, 215 x 192 x 4 cm)
Sammlung Ricola

Fotografie: Serge Hasenböhler

Rémy Zaugg in der Sammlung Ricola

In weisser Schrift auf gelbem Grund stellt die Arbeit von Rémy Zaugg (1943-2005) ein Paradoxon zur Diskussion. Der Text ist nicht als Frage ausformuliert, sondern erscheint vielmehr als Bildbefund, der zum Nachdenken anregen soll, die visuelle Wahrnehmung betrifft und zugleich Grenzen ästhetischer Erkenntnis vor Augen führt.

Als Maler untersuchte Rémy Zaugg Fragen der Wahrnehmung und interessierte sich dabei insbesondere für die Wahrnehmbarkeit von Kunst und deren Abhängigkeit von ihrer Präsentationsform. Im Jahr 1982 arbeitete der damalige Konservator des Aargauer Kunsthauses in Aarau, Heiny Widmer, mit Rémy Zaugg an der Ausstellung Le Singe Peintre und bat den Künstler darum, seine künstlerische Position im Verhältnis zur US-amerikanischen Minimal Art näher zu erläutern. Zaugg führte aus, dass er selbst sich – im Unterschied zu einem Künstler wie Donald Judd, der Objekte für den Raum entwerfe und sich daher mit der „Sichtbarkeit der Dinge“ auseinandersetze –, mit deren „Wahrnehmbarkeit“ befasse. Die Sichtbarkeit des Werks setze voraus, dass es sich dabei um einen dreidimensionalen Gegenstand handle, dessen physische Präsenz absolut zentral sei, „was bei einem Bild von üblicher Dicke, das an einer Wand hängt, nicht der Fall ist“. Der „Begriff der Wahrnehmung“ interessiere ihn sehr, bekräftigte der Künstler: „Er ist mit jenem der Wahrnehmbarkeit verbunden und dadurch mit dem wahrnehmenden Subjekt, das sozusagen im Angesicht des Werks das Werk schaffen muss und das also in dem Sinn, in dem die Poesie ein Machen ist, ein Poet sein muss.“ [...]

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